trolley:2.0

Trolley-Bus-Systeme bieten moderne, emissionsfreie, öffentliche Verkehrsmittel für Städte. Obwohl die damit verbundenen Infrastrukturkosten im Vergleich zu Standard-Diesel-Bus-Linien noch hoch sind, verfügen Trolley-Busse über wesentlich bessere Umweltaspekte als Diesel-Busse – unter bestimmten Kontextbedingungen wie etwa für hoch belastbare öffentliche Verkehrssysteme auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Unter diesem Gesichtspunkt besteht der nächste Schritt darin, Batteriesysteme in Trolley-Busse zu implementieren, um eine partielle Unabhängigkeit von der Oberleitung zu erreichen und damit eine noch bessere Leistung in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit zu erlangen.

Da Batterien aufgeladen werden müssen und sich bei schneller Aufladung die große Menge an Energie nicht immer als die richtige Lademethode erwiesen hat, lohnt es sich, sowohl die Eigenschaften als auch die Leistung der batterieunterstützten Trolley-Busse und In-Motion-Ladekonzepte näher zu betrachten. Diese sind in der Lage, die Batterie während des Betriebs unter der Oberleitung aufzuladen sowie die Oberleitungslücken in den Innenstädten zu passieren. Ein In-Motion-Ladevorgang ist gegenüber schnellen Ladevorgängen vorteilhaft, da es durch den niedrigeren Ladestrom zu einer erheblich längeren Lebensdauer der Batterie führen kann.

Der Hauptumfang des Projekts Trolley 2.0 ist damit zu begründen, dass batteriegestützte Trolley-Busse ein Weg nach vorn, in Richtung elektrischer, öffentlicher Verkehrssysteme in europäischen Städten sind. Neun Partner aus dem öffentlichen Verkehr, der Industrie und der Forschung zeigen den neuen In-Motion-Ladeansatz, der den Off-Wire-Betrieb in entfernten Netzteilen in vier EMEurope-Partnerland-Städten ermöglicht.

Außerdem werden durch das Aufladen der Batterien In-Motion-Ladestationen und damit verbundene Wartezeiten eliminiert, was zu einem Produktivitätsgewinn führt. Diese Demonstrationen werden evaluiert bzw. neue Innovationen für Smart-Trolley-Grids wie neue Composite-Bus-Rahmen, automatische Andrahtungstechnik oder Mehrzweckladestationen auf Basis vorhandener Gleichstrominfrastruktur aus Trolley-Netzen demonstriert. Trolley 2.0 entwickelt Werkzeuge, Richtlinien und Empfehlungen für die Auslegung und den Betrieb von batteriegestützten Trolley-Bus-Dienstleistungen unter verschiedenen Kontextbedingungen sowie für die Entwicklung von Smart-Trolley-Grids zu einem Ladegerüst für neue Elektromobilität in Städten.

Projektstart: 1.April  2018

Projektende: 30.September 2010

Volumen: 3 Millionen Euro

Partner: Das Trolley-2.0-Konsortium umfasst neun Partner aus fünf Ländern (AT, DE, NL, HU und PL), darunter zwei öffentliche Verkehrsunternehmen (BBG und SZKT), zwei Industriepartner (PRE Power Developers  und EVOPRO/Ikarus), vier Forschungspartner (die Universitäten von Dresden, Delft, Szeged und Danzig) und einem internationalen Verein zur Förderung von E-Bus-Systemen mit null Emission (trolley:motion). Weitere Stadtbehörden und öffentliche Verkehrsbetriebe (z. B. Arnhem, PKT Gdynia, Salzburg, Solingen) sind als assoziierte Partner beteiligt, damit Industrie-und Forschungspartner neue innovative Lösungen für den elektrischen öffentlichen Verkehr in ihren Trolley-Netzen demonstrieren können.