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Aachen [DE] - Aufarbeitung des einzigen überlebenden Anderthalbdeckers

K. Budach - 10.07.17


Im britischen Trolleybusmuseum in Sandtoft ist die Aufarbeitung des Anderthalbdecker Nr. 22 ex ASEAG Aachen nach mehreren Jahrzehnten Abstellung vorgesehen. Dafür wurde ein separater Spendenfonds aufgesetzt, den Sponsoren- und Spendengelder können erst die Restaurierung ermöglichen.

Es handelt sich beim Wagen 22 um den weltweit einzigen Überlebenden dieser besonderen Bauart. Anderthalbdecker wurden von der deutschen Firma Gebr. Ludewig aus Essen seit 1955 in mehr als 800 Exemplaren hergestellt, diverse Exemplare davon in den sechziger Jahren vereinzelt und 1976-88 ausschliesslich von der Karosseriefabrik Vetter in Fellbach bei Stuttgart. 25 Exemplare (22 von Ludewig und 3 von Vetter) entstanden in den fünfziger und sechziger Jahren als Obusse für die Städte Aachen, Wuppertal, Osnabrück und Hildesheim. Als letzter von ihnen ging der Aachener Wagen 22 am 10. Oktober 1972 ausser Betrieb und wurde der British Trolleybus Society kurz darauf geschenkt. Als letzter von ihnen ging der Aachener Wagen 22 am 10. Oktober 1972 außer Betrieb und wurde der British Trolleybus Society kurz darauf geschenkt. Dave Chick von der BTS und der niederländische Obusfreund Gert Aberson hatten Monate vorher mit der ASEAG Aachen Verhandlungen aufgenommen. Der Wagen musste nach seiner Ausmusterung rasch entfernt werden, um Platz im Depot zu schaffen. Am 29.11.1972 traf er in Grossbritannien ein und steht seit 20.05.1973 in Sandtoft.

Mit den Spendengeldern soll der Wagen in einem Zeitraum von etwa zwei Jahren, voraussichtlich bei einem externen Anbieter, fahrfähig aufgearbeitet werden.


Fotos:
Wagen 22 kurz nach der Ankunft 1973 und im aktuellen Zustand in Sandtoft. Aufnahmen: Dave Chick


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